Beim ersten Familientag der Ehinger Basketballer, dem "Steeples-Family-Day" in der Längenfeldhalle, war die Resonanz gut. Das Motto lautete "Basketball macht Spaß - und schlau".

Zum ersten "Steeples-Family-Day" der TSG Ehingen, Abteilung Basketball, mit der AOK Gesundheitskasse Ulm-Biberach und mit Unterstützung der SÜDWEST PRESSE kamen zwar nicht scharenweise Besucher, die Resonanz war dennoch gut. Vor allem waren Familien vor Ort - genau die Zielgruppe, die man mit dem Family-Day auch ansprechen wollte. Dem fröhlichen Treiben in der Längenfeldhalle nach zu urteilen machte das angebotene Programm richtig Spaß. Dreikäsehochs und Eltern bis hin zu Omas und Opas nutzten die Gelegenheit, die Grundelemente des Basketballs kennenzulernen.

Spieler und Trainer waren ebenso wie die anderen Helfer in einheitliche schwarze T-Shirts gekleidet und standen bei allen Fragen Rede und Antwort. Sie wiesen die Interessierten an mehreren Stationen in die praktischen Übungen wie Korblegen, Dribbling, Freiwurf und Koordination ein. Björn Ludendorff, der U14-Coach, erläuterte etwa, auf was man beim Korblegen achten soll. "Die Schrittfolge ist wichtig, von welcher Seite man wirft. Genauso, ob ich an das Brett zielen muss oder an den Korb." Landesliga-Trainer Werner Gassmann bewies eine Engelsgeduld, um den Teilnehmern zu helfen, den Parcours rückwärts zu durchlaufen. Viel Eifer und gutes Koordinationsvermögen zeigten Lisa (2) und Lucca (4), deren Papa, der Sportwissenschaftler Dr. Uwe Scholz, darüber sichtlich stolz war. Schnell sein musste man auch bei einem Reaktionstest.

Bei allen sportlichen Übungen stand der orange Basketball im Mittelpunkt - und bei allen Übungen gab es Punkte in einem Wettbewerb mit vielen Preisen. Für die kleinen Besucher gab es auch eine Kinderbetreuung, damit sich Mamas und Papas ungestört die beiden Vorträge im benachbarten Ganztageszentrum anhören konnten. Dort leitete Basketball-Manager Rolf Koch in das Vortragsprogramm ein. "Der Tag heute ist ein Paradebeispiel für die gelebte Sportstadt Ehingen", sagte Koch. "Es muss nächstes Mal ja nicht wieder Basketball sein. Wir haben in Ehingen viele Sportarten", betonte er. Koch erwähnte auch noch die Steeples Basketballschule...und mehr!, die Teammanager Nico Drmota für die Ehinger Basketballer seit diesem Jahr in sechs Schulen der Region macht. Rolf Koch bedauerte, dass viele Menschen Sport verlernt und aus dem Leben verdrängt haben. "Es gibt welche, die können nicht einmal mehr die Balance halten", sagte er.

Wie wichtig Sport vor allem auch für den Lernerfolg der Kinder ist, darüber sprach im Anschluss Dr. Ulrike Landmann. "Leichter lernen durch Sport und Spaß", war ihr Thema. Die Mitarbeiterin der Fex-Akademie des Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) an der Universität Ulm widerlegte die Meinung, dass man ab einem bestimmten Alter nichts mehr lernen kann. "Wir lernen immer", sagte die Wissenschaftlerin. Entscheidend für den Lernerfolg sei das Vorwissen, die Motivation und die Intelligenz. Bewegungsspiele seien für die exekutiven Funktionen sehr wichtig, was sich in der Lernleistung und in der sozial-emotionalen Entwicklung bemerkbar mache.

Nach ihrem Vortrag regte Koch zu einer Diskussionsrunde an. Speziell wollte er wissen, was die Expertin vom geplanten Betreuungsgeld hält. "Ich sehe das sehr kritisch. Den meisten Kindern tut es gut, in einer Gruppe mit Gleichaltrigen zu sein. Ein Kind braucht auch soziale Kontakte außerhalb der Familie." Kritisiert wurde aus dem Publikum, dass in vielen Schulen noch nicht angekommen sei, wie wichtig Bewegung für Kinder sei oder dass die Konkurrenz von Computerspielen zum Sport sehr groß sei.

Sehr offen und ansprechend berichtete danach Steeples-Trainer Ralph Junge, wie vor 15 Jahren aus seiner Idee, in der Urspringschule ähnlich wie in den USA Leistungssport und höhere Schulbildung zu vereinen, sich ein Modellprojekt für junge Spitzensportler entwickelt habe. Dieses Projekt sei jetzt mit den den Erfolgen in der Pro A und den Jugendligen NBBL und JBBL bundesweit einmalig. Sein Vortragsthema lautete "Spitzensport und Persönlichkeitsentwicklung in Ehingen/Urspring".
Das Team der Längenfeldschule hat den Sparkassen-Schüler-Cup 2012 gewonnen. Im Finale gab es einen 21:7-Sieg gegen das Johann-Vanotti-Gymnasium.

Nach einem dreiviertel Jahr haben die Ehinger Basketballer ihr Schulprojekt mit dem Sparkassen Schüler-Cup beendet. Seit Oktober besuchten Projektleiter Nico Drmota, Michael Spöcker, Ralph Junge, Felix Czerny und die Spieler der Zweitligamannschaft aus Ehingen ein Dutzend Schulen in der Region.

Die Schüler durften gestern ihre erworbenen Fertigkeiten nun in einem Turnier unter Beweis stellen. Am Start waren elf Schulmannschaften, die in der Längenfeldhalle zunächst in zwei Gruppen antraten. Als Gruppenerste standen sich die Längenfeldschule und das Johann-Vanotti-Gymnasium I in einem reinen Ehinger Finale gegenüber. Das Team der Längenfeldschule gewann deutlich mit 21:7, wurde Sparkassen Schüler-Cup-Sieger 2012 und löste damit das Johann-Vanotti-Gymnasium als Titelverteidiger ab. Dritter wurde die Realschule Munderkingen, die sich gegen die Karl-Spohn-Realschule Gerhausen durchsetzte. Insgesamt absolvierten die Schüler gestern 24 Begegnungen.

Basketbälle für die Schulen
 
Pro A-Trainer Ralph Junge, Steeples-Teammanager Nico Drmota und Ralf Eickmann von der AOK Ulm-Biberach ehrten die Sieger und überreichten die Pokale. Jede Schule bekam aber nicht nur einen Pokal, sondern auch Basketbälle für den Unterricht. Für die Schüler gab es obendrein noch das offizielle Schulprojekt-T-Shirt.

Über 3.000 Kinder

"Wir haben in den letzten drei Jahren mehr als 3.000 Schüler erreicht", freute sich Drmota zum Abschluss der 3. Cup-Auflage. Die Basketballer, die von der Sparkasse Ulm, Erdgas Südwest und der AOK Ulm-Biberach unterstützt werden, wollen nicht nur Spaß am Sport vermitteln. "Für uns sind der gesundheitliche Ansatz, die Kommunikation der Chance einer hochwertigen Ausbildung, sowie der intensive Austausch mit den Lehrern ganz wichtig", betont Drmota. Das Schulprojekt wurde darüber hinaus vom Mannschaftsarzt der Ehinger ProA-Basketballer, Dr. Dietmar Schubert aus Ehingen, begleitet.

Info: Das für die Schulen kostenlose Projekt, das im Rahmen der "Bildungsoffensive Basketball" von den Steeples abgehalten wird, soll im kommenden Schuljahr fortgesetzt werden. Schulen, die ab Oktober dabei sein wollen, können sich mit Nico Drmota in Verbindung setzen unter E-Mail
info@steeeples.net.

 
ROLAND FLAD | 11.05.2012
Das Basketballinternat am Rande der Schwäbischen Alb ist seit der NBBL Gründung 2007 bei allen TOP4 Endrunden dabei. Der 58:47 (24:23) Sieg im dritten Viertelfinalspiel gegen die BBA Ludwigsburg bedeutet die nunmehr sechste TOP4 Teilnahme, ein großartiger Rekord.

Die Halle auf dem Klosterareal der Urspringschule war gut gefüllt, als am Sonntagnachmittag der Anpfiff zum entscheidenden dritten Spiel erfolgte. Die beiden Teams hatten bereits in den ersten beiden Spielen packenden Jugendbasketball geboten und die Spannung vor dem entscheidenden letzten Aufeinandertreffen war in der kleinen, schmucken Halle förmlich greifbar.

Ludwigsburg erwischt den besseren Start und geht durch vier Punkte von Stefan Ilzhöfer 6:0 in Führung. Urspring Coach Czerny reagiert sofort mit einer Auszeit und Urspring antwortet in Person von Malik Müller. Der bullige Guard sorgt im Alleingang für den 6:6 Ausgleich in der siebten Minute. Wie erwartet ist das Spiel besonders von der Intensität und der starken Verteidigung geprägt. Die jungen Athleten kämpfen, der Bedeutung des Spiels angemessen, um jeden Millimeter auf dem Feld. Ein faszinierendes Schauspiel auch wenn darunter die Quoten im Angriff beider Teams leiden. Mit einem „And-One“- Layup sorgt Kalidou Diouf genau mit der Schlusssirene des ersten Abschnitts für die erste Urspring Führung in der Partie: 12:10.

Jetzt übernimmt Sid-Marlon Theis die offensive Verantwortung für die Klosterequipe. Der sich stetig verbessernde Flügel sorgt mit sieben Punkten für den 22:15 Zwischenstand in der 15.Minute, doch die Gäste aus der Barockstadt kämpfen sich vor der Halbzeit wieder zurück und es geht beim Stand von 24:23 in die 15-minütige Pause.

Im dritten Viertel kommt erneut die BBA besser in Tritt. Absetzen kann sich das Team von Coach Ross Jorgusen aber nicht. Insgesamt acht Mal wechselt die Führung in diesem Abschnitt und mit vier Punkten in der letzten Minute ist es Kapitän Julius Wolf vorbehalten, den amtierenden Deutschen Meister beim Spielstand von 40:35 in den letzten Abschnitt zu schicken.

Jetzt schlägt die Stunde des an diesem Nachmittag überragenden Aufbauspielers Zaire Thompson: der 15-jährige trifft in kurzer Abfolge zwei Dreier und bringt sein Team zum ersten Mal in diesem Spiel eine zweistellige Führung, es steht 46:35. Auch defensiv überzeugt Thompson und zeigt im Duell mit LudwigsburgsTopscorer Besnik Bekteshi eine starke Leistung. Ludwigsburg gibt sich zwar nicht auf und  kämpft weiter verbissen, doch Urspring trifft nun wichtige Würfe. Treffer von Theis und Müller zwingen Coach Jorgusen in der 38.Minute zu einer Auszeit. Urspring liegt 55:39 vorne. Zwar trifft Bekteshi in den letzten zwei Minuten noch zwei Dreier, am Spielausgang ändert es nichts mehr. Urspring gewinnt 58:47 und hat damit den sechsten TOP4 Einzug perfekt gemacht.
 
Coach Czerny: „Großer Respekt an Ross und seine Mannschaft, sie haben sich erneut als sehr schwieriger Gegner erwiesen. Wir freuen uns jetzt riesig auf Hagen und auf das Halbfinale.“

Der viermalige NBBL Champion trifft am 19.05. um 20.00 Uhr im Halbfinale auf den TSV Tröster Breitengüssbach. Im anderen Halbfinale (Anpfiff: 17.30 Uhr) treffen die Gastgeber Hagen auf die Überraschungsmannschaft aus Bremerhaven. Das TOP4 Turnier findet in Hagen statt, die Spiele werden in der ENERVIE Arena ausgetragen.

Punkte Urspring: S.-M. Theis (15), M. Müller (14/ 7 Rebounds), J. Wolf (9/ 12 Reb/ 5 Assists), Z, Thompson (9/ 4 Reb/ 4 Ass), K. Ogbe (5), K. Diouf (4/ 8 Reb), K. Bryant (2/ 6 Reb), O. Heptner, J. Baader, N. Burgard, N. Liebchen, M. Eberhardt

"Basketball macht Spaß - und schlau!?!", das ist das Motto des Steeples Family Day, der am Samstag, 12. Mai, in der Ehinger Längenfeldhalle stattfindet.

Seit drei Jahren sind die Ehinger Steeples mit ihrem Schulprojekt in der Region unterwegs. Unterstützt von der AOK bringen die Basketballer den körperlosen Sport in die Klassenzimmer. "Da erfährst du viel von dem, was die Kinder, Lehrer und Schulleiter bewegt", sagt Steeples-Teammanager Nico Drmota.

Aus diese Anregungen und Wünschen ist nun ein entsprechendes Format entstanden: Der Steeples Family Day am Samstag, 12. Mai, von 14 Uhr bis 18 Uhr, bietet Alt und Jung ein kostenloses Nachmittagsprogramm mit sportlichen und informativen Inhalten sowie Gewinnspielen. Unter dem Dach der Längenfeldhalle treten Eltern im Team mit ihren Kindern bei einem Stationenwettbewerb an, der außer Basketball-Disziplinen wie Korbleger, Dribbling, Freiwurf auch Übungen zum Koordinations- und Reaktionsvermögen beinhaltet. Angeleitet werden die Teilnehmer dabei von Aktiven und Verantwortlichen der Steeples und Trainern der Basketball-Abteilung der TSG Ehingen. Altersbeschränkungen gibt es keine, Hallenschuhe sind Pflicht. "Die sportliche Begeisterung der Kinder hängt maßgeblich von den Eltern ab - gemeinsame Aktivitäten legen den Grundstein für die motorische und sportliche Entwicklung", sagt Martin Knupfer, Geschäftsstellenleiter der AOK in Ehingen, die sich als Partner des Steeples Family Day engagiert. Sport bedeute nicht nur Leistungen und Punkte erzielen, sondern auch ein Stück weit Persönlichkeit entwickeln, ergänzt Ralf Eickmann, Presseleiter der AOK Gesundheitsförderung in Biberach.

Aus diesem Grund gibt es beim Family Day nicht nur körperliche Herausforderungen, sondern auch Fachvorträge im Ganztagszentrum der Längenfeldschule: Von 16 Uhr an referiert zunächst Dr. Ulrike Landmann zum Thema "Leichter lernen durch Sport und Spaß". Sie ist Mitarbeiterin der Fex-Akademie des Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) an der Universität Ulm, das vom renommierten Hirnforscher Manfred Spitzer geleitet wird. Im Anschluss daran spricht Steeples-Trainer Ralph Junge über "Spitzensport und Persönlichkeitsentwicklung in Ehingen/Urspring". Die Bildungsoffensive von Erdgas Ehingen/Urspringschule umfasst ein gesamtheitliches Jugendkonzept mit sportlicher und schulischer Ausbildung.

Während der Fachvorträge wird im Foyer der Längenfeldhalle eine Kinderbetreuung angeboten. Dort gibt es im Übrigen auch Kaffee und Kuchen und einen Gewinnspiel-Stand der SÜDWEST PRESSE.

Südwest Presse, Christian Ippach, 04.05.12